Projekt 3 - Mühlenweiher

Mühlenweiher Buchbach

 

Die Projektgruppe Mühlenwiese/Mühlenweiher leistet Ihren Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Rodenbachs im Buchbachtal. Mühlenwiese und Mühlenweiher sowie das Kriegerdenkmal sollen ein lohnendes Ziel für Spaziergänger aus dem Dorf darstellen.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die Mühlenwiese, ein bis Frühjahr 2010 verwilderter Wiesengrund mit altem Gehölz, Büschen, Zaunresten sowie abgelagerten Steinen und bewachsen von überwiegend Brennnesseln. Ältere Rodenbacher erinnern sich, dass der Buchbach durch die Mühlenwiese führte und Teiche angelegt waren. Die Toneinschlüsse im Erdreich künden noch von den Abdichtungen der Teiche.

Bevor sich die Gruppe mit Karl-Heinz Anhäuser, Hubert Heinz, Werner Lotz, Dieter Mees, Gerhard Neumann und Horst Stein an die Arbeit machten, galt es sich rechtlich mit dem Eigentümer, dem Bund Umwelt und Naturschutz (BUND) LV Rheinland-Pfalz, abzusichern. Es wurde ein auf zunächst drei Jahre befristeter Nutzungsvertrag zwischen dem BUND und den Alten Kameraden Rodenbach geschlossen.

Was vernünftigerweise mit der Wildnis zu machen sei, empfahl Diplom-Biologe Günter Hahn von der Fa. Grontmij, die sich u. a. mit der Biotopbetreuung im Landkreis Neuwied befasst. Hahn schlug in seinem Konzept vor, die Mühlenwiese offen zu halten und eine artenreiche Wiese zu entwickeln, die dann (Teil-) Lebensraum biete für Schmetterlinge, Libellen, Reptilien und Amphibien alles typische Tierarten der Waldsäume und Bachtäler. Vorauszugehen, so Hahn, habe nach der Rodung und Planierung der Fläche, ein mehrmaliges Mähen im Jahr, um die nährstoffreichen Grund auszumagern. Dadurch lassen sich die Brennnesseln verdrängen, damit sich feuchteliebende Kräuter einstellen, die einen gewissen Blütenhorizont entwickeln , so Biologe Günter Hahn in seinem Konzeptvorschlag. Ergänzend könne auch Heudrusch, das sind Heubodenreste, ausgebracht werden, um schon im ersten Jahr einen positiven optischen Effekt zu erzielen.

In bisher 14 Arbeitseinsätzen seit Frühjahr 2010 leisteten die fünf Projektmitglieder sowie zeitweise Rainer Hallerbach, Paul Otto Lenzen, Werner Rockenfeller und Helmut Spang 119 Arbeitsstunden, um die Mühlenwiese herzurichten .

Für die im Jahr 2010 erbrachten Arbeitsstunden sowie für den Einsatz eines Traktors, eines Radladers und einer Motorsense gewährte die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord aus Mitteln der Landschaftspflege einen Zuschuss. Damit war es u .a. möglich, von der Fa. Alsdorf das Planum herstellen zu lassen. Weiterhin wurden vier Solitärgewächse (Wasserschneeball, Sanddorn,  Korkenzieherweide, Felsenbirne) angeschafft und gepflanzt, um den Parkplatz an der Ochsenalm optisch zur Mühlenwiese abzugrenzen. Vor diese Sträucher soll dann auf der Mühlenwiese die bisherige an schattigem und feuchtem Ort stehende Sitzgruppe Ochsenalm aufgebaut werden.

Die Arbeiten am Mühlenweiher beschränkten sich auf die Abdichtung und Befestigung des bestehenden Naturdammes sowie die Verbesserung des Zulaufs, um einen größeren Wasserumschlag zu erreichen.